WIR ÜBER UNS

4 Familien, 11 Kinder, 101 Unterstützer*Innen, 4 Schafe, 11 Hühner, 4 Katzen

UNSERE GESCHICHTE

2010 entstand die Idee zu einem Wohn- und Arbeitsprojekt. Damals noch zu neun kannten wir uns über die gemeinsame Arbeit im anthroposophische Heim in Bonnewitz bei Dresden. Zusammen Leben und Arbeiten (ZuLeBa) nannten wir unseren ersten Verein.

 

Paralell zur Suche eines Grundstücks arbeiten wir gemeinsam eine Vision aus, versuchten immer wieder einen Konsens zu finden, bei Fragen wie weit eine freie Schule entfernt sein darf, wie weit es bis in die nächste Großstadt sein darf und wie hoch die Miete sein darf usw.

Grundstücke gab es fast keine. 2014 war dann auf einmal unsere heutiges zu Hause zu haben. Die Rahmenbedingungen waren schlecht. Aber wir blieben fast 18 Monate mit Makler und Verkäufer in Verhandlungen …. und dann waren wir nicht mehr ein Projekt … sondern ein Wohnprojekt. Anfang Februar 2015 bekamen wir die Schlüssel – im August waren wir schon eingezogen. Im Oktober 2015 gab es das erste Herbstfest mit vielen Freunden und Unterstützer*innen.

 

Seitdem wird permanent an großen und kleinen Baustellen gearbeitet. Drei Kinder sind hier geboren, die Schafe, Katzen und Hühner sind mittlerweile auch ein fester Bestandteil unseres Hofs..

DIE GEMEINSCHAFT

Neben den offiziellen Organen der Genossenschaft (Vorstand, Aufsichtsrat und Generalversammlung) gibt es unsere Hausgemeinschaft der vier Familien, die hier wohnen.Es gibt regelmäßig (im Schnitt aller zwei Wochen) Plena, in dem alle anstehenden Themen besprochen werden und Entscheidungen möglichst im Konsens getroffen werden. Hier werden auch Aufgaben verteilt und Baueinsätze, Feste und Aktivitäten geplant. Da der Tag mit Schule, Arbeit, Wegen und vielem mehr bei einigen von uns schon recht voll ist, fällt es manchmal schwer noch ein Ohr oder etwas Kraft für die Gemeinschaft zu haben ... aber wir schaffen das irgendwie immer wieder. Regelmäßig auch zusammen mit unserer Mediatorin, die unsere Gemeinschaft schon seit Jahren von außen begleitet.

 

Programmatisch wie politisch hat sich unsere Gemeinschaft keinem Konzept verschrieben (z.B. Camphill). und kommt damit bis heute sehr gut klar.

ÖKOLGISCH ANBAUEN

Eigenes Obst- und Gemüse anzubauen, gewinnt in unserem Wohnprojekt ganz langsam mehr an Bedeutung. Die Beetfläche wird von Jahr zu Jahr größer, die Streuobstwiese wächst an und auch die erste Wildblumenwiese gibt es seit 2017 auf unsere ¾ Hektar Land. Wir versuchen alles möglichst im Einklang mit der Natur anzubauen und verzichten dabei konsequent auf den Einsatz von Chemie. Die Kinder des Hofes bauen mittlerweile auch schon ihr eigenes Gemüse an und alle zusammen freuen sich über Tomaten, Kartoffeln, Gurken, Mais ......

ARTGERECHTE TIERHALTUNG

Neben gesundem Obst und Gemüse vom eigenen Land, liegt uns auch die artgerechte Tierhaltung am Herzen. Vier Schafe und elf Hühner haben bei uns genügend Platz um zu grasen und zu picken.. Dafür bekommen wir lecker Eiere, gute Wolle und manchmal etwas Fleisch. Daneben leben hier noch Katzen, Schwalben, Igel und das eine oder andere Insekt.

UNSERE GRUPPE

Wir fanden uns über Freundschaften, die über die Arbeit hinausgegangen sind. Mittlerweile sind wir mit unseren Kindern teil eines Wohn- und Lebensprojektes.

 

Fast alle von uns kommen aus sozialen Berufen – mit der Ausnahme eines BWL'ers. Einige arbeiten mittlerweile in der Region, andere wiederum bei Pirna oder in Dresden.

 

Wir lieben die Natur, ernähren uns, wenn möglich Bio, versuchen viel zu teilen und probieren im oft stressigen Alltag immer wieder gemeinsame Momente zu finden. Beim gemeinsam Stricken, Essen, den monatlichen Bauwochenenden, den Gruppentreffen oder einfach abends auf ein Bier vor der schönen Kulisse der Kamenzer Hügelkette..

DIE GENOSSENSCHAFT

Unser Wohnprojekt, so kristallisierte es sich 2013 heraus, sollte eine Genossenschaft (genauer eine Wohnungsbaugenossenschaft) sein. Mit der großen Unterstützung von Winfried Haas aus Leipzig und dem ZdK e.V. gelang die Gründung noch im selben Jahr. Seitdem sind wir genossenschaftlich organisiert.

 

Wer eine Wohnung haben möchte muss Anteile zeichnen, alle Mieter*innen haben einen Nutzungsvertrag mit der Genossenschaft und …. das wichtigste wir – die Mitglieder der Genossenschaft – können, dürfen und müssen unser Objekt gemeinsam selbst verwalten. Dabei hat jedes Mitglied eine Stimme. Egal wie viele Anteile er oder sie gezeichnet hat. Als Unternehmen hat sich unsere Genossenschaft mittlerweile auch etabliert. 2016 konnte der erste kleine Jahresüberschuss verzeichnet werden.

FINDEN WIR GUT

- bauforum Dresden [Link]

- GLS Bank Bochum [Link]

- innvova eG, Leipzig // Winfried Haas & Sonja Menzel [Link]

- Mediatorin Cilly Zimmermann [Link]

- Mietshäusersyndikat [Link]

- Prüfungsverband für kleinere und mittlere Genossenschaften [Link]

- SGK Schmidt Künzel & Partner [Link]

- Stiftung Trias [Link]

- VG für umweltgerecht erzeugte Produkte [Link]

- Wohnprojekteportal [Link]

- Zentralverband deutscher Konsumgenossenschaften e.V. [Link]

 

Andere Projekte

- Kooperative Schloß Gersdorf [Link]

- Fairwiese e.V., Potsdam [Link]

- Lebenstraum Gemeinschaft Jannishausen, Riesa [Link]

- Zentralwerk eG, Dresden [Link]